- Offizieller Beitrag
Neues Ungemach für Apple aus Brüssel:
Die beiden Dienste Apple Maps sowie Apple Ads erreichen mittlerweile genügend Nutzer innerhalb der EU, um gegebenenfalls schärferen EU-Wettbewerbsregeln zu unterliegen.
Apple selbst gibt bekannt, dass bei den beiden Diensten der Schwellenwert um unter den DMA (Digital Markets Act) zu fallen überschritten wurde. Dies wurde von der EU-Kommission am Freitag bestätigt. Die Regulierer der EU müssen nun innerhalb von 45 Tagen prüfen, ob die beiden Dienste als "Core Platform Services" des Gatekeepers eingestuft werden. Sofern dies geschieht gelten für Apple Maps und Apple Ads ab Mitte 2026 schärfere Wettbewerbsregeln und Öffnungsvorgaben der EU.
Der Schwellenwert wird laut Definition der EU-Kommission dann erreicht, wenn 45 Millionen monatliche Endnutzer und 10'000 jährliche Geschäftsnutzer verzeichnet werden. Beide Zahlen beziehen sich die EU-Mitgliedsstaaten und müssen über die drei vorhergehenden Geschäftsjahre erreicht worden sein.
Apple selbst hat standesgemäss bereits Einsprache gegen die Überprüfung erhoben und begründet dies damit, dass beide Produkte innerhalb der EU nur eine begrenzte Anzahl an Nutzer aufweisen. Während Apple Maps sich kaum an geschäftliche Nutzer richte, erreiche Apple Ads einen verschwindend geringen Anteil im Werbemarkt innerhalb der EU. Der Konzern betonte ausserdem, dass bei beiden Diensten der Datenschutz im Vordergrund stünde.
Es bleibt zu erwähnen, dass Apple Ads seit der Einführung von Cross Platform Promotions innerhalb von Apple Maps auch in der EU deutlich mehr Reichweite erzeugen dürfte.
Quelle: Heise.de