Also n thema e-auto würd mich auch interessieren. Fahr wohl keinen und hab es auch in naher zukunft net vor. Aber mal paar infos von unabhängigen leute wäre mal spannend.
Ich war immer dagegen, weil ich meine Art und Weise hatte mein Auto zu bewegen, vor allem wenn es mal weiter weg ging. Urlaub nach Österreich, in die Schweiz, den bayrischen Wald, Eifel, Sauerland etc.
Voll getankt vor der Reise nach Österreich, eine Pause auf einem Rastplatz, dann später eine Pause mit Tanken, war immer ähnlich einem Boxenstopp, an die Säule, tanken, danach rechts ran, Frau und Kinder raus zur Toilette, ich parkte das Auto, lief zurück, musste ja auch auf den Pott. Frau und Kinder haben dann eben gewartet, zusammen zum Auto, Essen, Trinken, alle fertig? Dann rein ins Auto, wir müssen ja schnell da sein, vor den allen anderen 😂.
Angekommen, total gestresst, keinen Bock mehr mich zu bewegen, weil wenn die Bahn frei war dann wurde schnell gefahren, nicht am Limit aber schon mal gern zwischen 180-200 km/h, man muss sich halt dementsprechend konzentrieren. Am nächsten Tag wollte ich auch weniger groß was unternehmen.
Irgendwann hieß es dann auf der Arbeit dass man auf E Autos umstellen wird, komplett und ohne Ausnahme, wer einen Verbrenner fährt kann sich freiwillig melden, ich dachte mir Gott sei Dank läuft mein Leasingvertrag noch 3 Jahre. Hatte mich bis dato nicht wirklich informiert. Dann kam der Tag an dem ein Kunde von mir seinen ersten E Wagen geliefert bekommen hat.
Er sagte lass uns mal eine Runde drehen. Ich dachte gut wenn es sein muss. Ich setzte mich neben ihn und er meinte schon mal in einem E Wagen mitgefahrenen? Ne, bisher nicht. Ja dann lehn deinen Kopf mal besser an. Ich dacht mir mach doch nicht so einen Film, fahr los. Dann ging das Teil nach vorne und nach einer Sekunde war klar, ich melde mich zu Hause direkt für den freiwilligen Umstieg.
Dann zu Hause mit meiner Frau alles durch gegangen. Vorteile, mehr Netto, weil weniger Versteuerung, unsere Kinder haben alle einen Führerschein, wir fahren vielleicht 5 mal im Jahr mit 4-5 Personen, auch alles gut. Mehr Platz in der Garage, weil der E Wagen rund 50 cm kürzer wäre. Höhere Sitzposition kam auch noch dazu. Jemand anderes im Unternehmen könnte mit 1, 2 oder 3 Kindern davon profitieren, wenn ich mein Auto zur Verfügung stelle.
Nachteile, kein Kombi mehr. Weniger Platz im gesamten Auto. Sowohl vorne als auch hinten beim E Auto, wo wir dann wieder beim 4-5 mal mit mehreren zusammen im Auto fahren wären.
Letztlich habe ich mich dann dazu entschieden und es ist einfach irgendwie ein Träumchen. 1 Gang, diese Kraft die sofort da ist, diese Ruhe im Auto, kein Geruch in der Garage, auch wenn der Kombi ein Benziner war. Die technischen Möglichkeiten wie Standheizung und viele andere Dinge. Dann kam die erste Reise nach Österreich und meine Frau und ich waren schon ein wenig nervös, wie das alles so laufen wird.
Also haben wir die Möhre voll geladen und sind los, der Kona ist recht sparsam und man kommt mit einer Reisegeschwindigkeit von 110 KM lässig über die ersten rund 400 Kilometer im Sommer, im Winter sähe bzw sieht es anders aus, später dazu mehr. Also haben wir irgendwo geladen, keine Ahnung mehr wo. Sommer, Sonne, warm, Auto angesteckt - es zeigte 38 Minuten von 22-80% an, beide auf den Pott gegangen, dann lecker gegessen, getrunken, das Wetter genossen, die Leute beobachtet und runter gekommen, hast eh keine Wahl.
Rein und der Kona zeigte 350 Kilometer mit 80% an. Also ging es weiter. Dann bei Illertissen noch mal ran an die Station, gleiche Schauspiel und weiter ging es, mit 168 KM Rest im Pitztal angekommen. Sprich 2 mal Laden, entspannt reisen und laden und als wir da waren, das Auto leer geräumt meinte ich zu meiner Frau ob wir noch ne Runde spazieren gehen. Sie guckte mich an und fragte ob ich das ernste meinte. Ganz ehrlich, ich hatte das Gefühl, dass ich nur einkaufen war.
Das Reisen mit dem E Auto, alleine als Paar, war dermaßen entschleunigend, glauben einem nur wenige. Natürlich gibt es Umstände die einem das Leben mit einem E Auto anstrengend machen können. Wenn man es in den Ablauf einfließen lassen will, lassen kann, dann ist das eine echt feine Sache.
Gut, die E Autos sind heute nicht günstig gegenüber einem vergleichbaren Verbrenner. Da gibt es schon noch einen Unterschied. Aber das ist ein anderes Thema, möchte auch keinen Aufsatz schreiben. Kurzum, 60.000 Kilometer in 3 Jahren mit rund 9.000 kWh Verbrauch. Mischkalkulation zwischen daheim und Kosten im Urlaub ca 32 Cent pro kWh dann sind das Ladekosten von um die 2.900 Euro und pro Jahr 960 Euro. Also pro Monat 80 Euro Ladekosten.
Nur so begeistert ich auch von einem E Auto bin, müsste ich heute ein privates Auto kaufen, dann würde es aufgrund der Anschaffungskosten kein E Auto werden, es rechnet sich über die Jahre einfach noch nicht. Nimmt man den Vergleich des E Auto und rechnet mal mit einem Verbrauch von 1,70 und 7 Litern, dann ist man bei rund 200 Euro Benzinkosten im Monat. Das sind im Monat 120 Euro und aufs Jahr 1440 Euro, heißt auf 10 Jahre 14.440 Euro. Will keine immense Rechnung aufmachen, es sollte nicht immer eine Sache der Rechnung sein, denn würde wir so handeln, dann hätten wir kein iPhone, iPad, MacBook etc.